„Können kommt vom Wollen" / Tödliche Amöbe nistet sich in menschlichen Gehirnen ein - Schwimmbadforum.at

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"Können kommt vom Wollen"


Wie eine misslungene Tiefenbohrung in Fürstenfeld zu Österreichs einzigem, therapeutischen Heilsalz führte.

  Margot Jeitler
SPELTENBACH B. FÜRSTENFELD. Manchmal kommen die größten Entdeckungen von dem, was nicht funktioniert.

Im Jahr 1985 führten Geothermiebohrungen in Speltenbach (damals noch Gemeinde Al­tenmarkt) tief in die steirische Erde. Schnell stellte sich heraus:

Das Gestein in 3.145 Metern Tiefe war für jede weitere Nutzung zu widerständig. Doch was als Misserfolg verbucht wurde, barg in Wahrheit einen einzigartigen Schatz. Die Quelle lieferte eine stark salzhaltige Thermalsole mit über 30 °C, deren einzigartige Zusammensetzung der gelösten Wirkstoffe bald die gesamte Geschichte der Boh­rung verändern sollte.

Hier beginnt die eigentliche, sehr persönliche Geschichte. Hermann Kaltenböck, ein Nachbar der Quelle, fasste einen Entschluss: „Ich habe mir damals in einem Kübel das Wasser geholt, es mit dem Fahrrad nach Hause gefahren und habe damit Fußbäder gemacht", erinnert er sich heute noch schmunzelnd. Bald fiel ihm auf, dass sich sein Hautbild spürbar besserte. Daraufhin wollte er es ganz genau wissen und ließ ein balneologisches Gutachten an der Universität Graz anfertigen.

Und dieses bestätigte, was seine Fußbäder bereits geflüstert hatten: Die Natrium-Eisen-Chlorid-Jodid-Thermalsole erfüllt die strengen Anforderungen des steirischen Heilvorkommen- und Kurortegesetzes. Mit einer Gesamtmineralisation von über 40 mg/ kg wurde das Wasser offiziell als Heilquelle anerkannt, die bei Psoriasis, Neurodermitis, Rheuma sowie Muskel- und Gelenk­sproblemen lindernd wirkt. Als leidenschaftlicher Tüftler, der sein Leben lang nach dem Motto „Das Können kommt vom Wollen" gehandelt hat, widmete sich Hermann Kaltenböck der nächsten Aufgabe: der reinen und naturbelassenen Salzgewinnung.

Sein beruflicher Weg begann einst als Elektriker, doch durch stetige Weiterbildung ist er heute Elektrotechnikmeister und betreibt eine erfolgreiche Facility-Management-Firma in Wien.
Diese technische Expertise war Gold wert: Gemeinsam mit einem deutschen Unternehmen entwickelte er eine spezielle Anlage. Mittels schonender Vakuumverdampfung wird das Salz extrahiert. Aus 22 Litern Thermalwasser wird so ein Kilo Salz gewonnen.

Damit entstand das Speltenbacher Heilsalz, das bis heute einzige anerkannte Heilsalz für therapeutische Zwecke in Österreich - quasi ein Heilthermen-Besuch zum Verschicken und Mitnehmen.

Die nächste Generation

Die Wirksamkeit des Salzes zeigte sich auch ganz persönlich in der Familie. Hermann Kaltenböcks Sohn Maximilian entwickelte während seines stressigen Maturajahres eine Neurodermitis. Die Bäder mit dem Speltenbacher Wasser verschafften rasche Linderung und ließen die Hauterkrankung schließlich verschwinden.
 
Heute führen Vater und Sohn das Unternehmen gemeinsam. Das Speltenbacher Heilsalz ist mitt­lerweile über den Apotheken-Großversand in ganz Österreich erhältlich. Das nächste große Ziel ist nun der DACH-Markt.
 
 
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Tödliche Amöbe nistet sich in menschlichen Gehirnen ein
Zunehmend heißere Sommer und unerträglich schwüles Wetter verändern nicht nur unsere heimische Natur, sondern auch die Lebewesen, die sich darin befinden. Dies führt leider auch dazu, dass sich vermehrt Krankheitserreger und Ungeziefer hier ausbreiten können, die bisher eigentlich nur in südlichen Gefilden und den Tropen heimisch waren. Jetzt besteht die reelle Gefahr, dass auch bald deutsche Gewässer und sogar Schwimmbäder von der lebensgefährlichen Amöbe Naegleria fowleri heimgesucht   werden. In den Vereinigten Staaten verbreitet sich dieser Parasit in rasend schneller Fahrt und auch in Europa wurden die ersten Fälle registriert.
  
Private Pools in der Gefahrenzone

Naegleria fowleri ist aufgrund gewisser Vorlieben auch als „hirnfressende Amöbe“ bekannt. Die winzig kleinen, einzelligen Organismen halten sich in warmen Gewässern auf und können so   leicht mit Menschen in Kontakt kommen.
 
Dabei kommen die Amöben nicht nur im offenen Wasser von Teichen, Tümpeln und Seen vor, sondern vermehrt auch in Swimmingpools, die nicht regelmäßig gewartet und sauber gemacht werden.
Gemäß einer Studie des Bundesverbands Schwimmbad & Wellness befinden sich zurzeit 2,1 Millionen private Swimmingpools in Deutschland, von denen nur 22 Prozent regelmäßig gewartet und gereinigt werden. Auch eine zureichende Chlorierung des Poolwassers könnte beträchtlich dazu beitragen, dass die tödlichen Krankheitserreger sich einnisten und verbreiten können.

Nachbarländer schon betroffen
 
Wenn Naegleria fowleri durch die Nase in das Gehirn kommen, nisten sie sich im Gewebe ein und zerstören es unaufhaltbar. Das Bemerkenswerte mit den hirnfressenden Amöben ist die Tatsache, dass sie erst dann gefährlich werden, wenn sie zum Beispiel beim Schwimmen oder Tauchen in die Nase geraten. Untersuchungen in unter anderem Indien, wo die Amöbe besonders stark verbreitet ist, haben aufgezeigt, dass sogar der Konsum von Trinkwasser, das mit dem Krankheitserreger verseucht war, nicht in einer Infizierung im Gehirn resultierte.
 
Naegleria fowleri können auch nicht durch menschlichen Kontakt übertragen werden, sondern ausschließlich durch den Transport ins Gehirn über die Riechorgane. In Europa wurden bisher mehrere Fälle von Naegleria fowleri in Belgien, Frankreich, Spanien und Italien registriert, viele davon tödlich.
 
 
 
 
 
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