Kampagne gegen Übergriffe im Schwimmbad Stadt Büren verteidigt Plakat mit grabschender Frau - Schwimmbadforum.at

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Kampagne gegen Übergriffe im Schwimmbad Stadt Büren verteidigt Plakat mit
grabschender Frau
Eine weiße Frau fasst einem Jungen mit dunkler Haut und Prothese an den Po: Dieses Plakat gegen Übergriffe in Bädern brachte der Stadt Büren Kritik ein. Man habe Stereotype vermeiden wollen, sagt der Bürgermeister nun.
 
 
Die Stadt Büren verteidigt ihr Jugendschutzprojekt gegen Übergriffe in Schwimmbädern. »Mit voller Überzeugung« stelle man sich hinter das Anliegen, Kinder und Jugendliche vor sexualisierter Gewalt zu schützen, betont die Verwaltung der ostwestfälischen Stadt Büren. Öffentliche Kritik an einzelnen Gestaltungselementen der Kampagne nehme man gleichwohl zum Anlass für eine selbstkritische Reflexion.
 
 
Jüngst hatte ein Plakatmotiv für Kritik gesorgt. Es zeigt eine rothaarige, weiße Frau, die einem Jungen mit schwarzer Hautfarbe und Beinprothese an den Po fasst. »Stopp! Grabschen verboten«, steht als Botschaft daneben. Mehrere Medien hatten zuvor darüber berichtet. Die Kampagne »Sommer – Sonne – Sicherheit« war bereits zum Start in die Freibadsaison Ende Mai gestartet worden.

Bei der Gestaltung der Plakate mit mehreren unterschiedlichen Motiven sei der Versuch unternommen worden, »Vielfalt sichtbar zu machen und gezielt Stereotypen zu vermeiden«, erklärte die Stadt Büren. »Es war niemals unsere Intention, Menschen zu diskriminieren oder Schuld umzudeuten. Sollte dieser Eindruck entstanden sein, möchten wir um Entschuldigung bitten«, sagte Bürgermeister Burkhard Schwuchow (CDU).

Statt der über den Inhalt der Plakate möchte die Stadt Büren ohnehin über die Idee dahinter reden, nämlich die Etablierung eines nierigschwelligen Schutzmechanismus. Mit dem entwickelten Codewort »Tiki« soll Kindern und Jugendlichen geholfen werden, sich in Situationen, in denen sie sich unwohl oder bedroht fühlen, um Hilfe bitten zu können – und zwar auch dann, wenn sie die Situation nicht vollständig einordnen oder benennen können.

Das Projekt war gemeinsam mit Jugendvertretern, aber auch spezialisierten Beratungsstellen ins Leben gerufen worden, um frühzeitig ein klares Zeichen für den Kinderschutz zu setzen – unabhängig von einem konkreten Vorfall.
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